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  • ibahabs

#18 Versicherungen kündigen oder behalten bei einer Weltreise?

Gerade in Westeuropa sind wir gerne gegen jegliche Eventualität versichert.

Haftpflicht-, Unfall-, Rechtschutz-, Diebstahls-, Ablebens-, Erlebens-, Pensions-, Krankenzusatz-, …Versicherung und was es sonst noch so alles am Markt gibt.

F700 GS im Busch

Aber was soll man mit all diesen Versicherungen machen, wenn man auf eine lange Reise geht?

Da gibt es 3 ½ Möglichkeiten mit den Versicherungen zu verfahren:

  1. Leistungen reduzieren: Auf eine Deckungssumme von 15 Mio. EUR und einen Abschleppservice bei der KFZ-Versicherung kann man getrost verzichten, da man diese nur braucht, um die Nummerntafel zu behalten und diese Leistungen meist auch nur auf das EU-Gebiet beschränkt sind. So kann man zwar nicht viel, aber durchaus einige Euros jeden Monat sparen.

  2. Kündigen: Die Versicherungen mit Reisebeginn zu kündigen ist für die meisten Versicherungen die kostengünstigste Lösung seine Kosten zu reduzieren. Diese Lösung empfiehlt sich für alle Versicherungen, deren Deckung an ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Sache gebunden sind. So bezieht sich eine Rechtsschutzversicherung fast immer nur auf das Land, in dem man diese abgeschlossen hat oder eine Diebstahlversicherung fürs Fahrrad eben nur auf dieses. Diese Versicherungen kann man problemlos bei der Rückkehr wieder erneut neu abschließen. Über diese Möglichkeit sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen, um nicht eventuelle Kündigungsfristen zu versäumen.

  3. Behalten: Gerade bei Versicherungen mit weltweiter Deckung, wie z.B. der Haftpflichtversicherung, kann es sinnvoll sein, diese weiterhin zu behalten, da man sie am Ende ohnehin wieder braucht. Abhängig vom Alter kann es aber auch durchaus sinnvoll sein, eine Versicherung weiterhin zu zahlen (auch, wenn es dem Reisebudget nicht gut tut). Die trifft auf zB. eine Zusatzkrankenversicherung zu, die bereits vor Jahren abgeschlossen wurde. Da die Raten sehr stark vom Alter des Abschließenden abhängig sind, kann es am Ende sogar billiger sein, diese weiterhin zu behalten, als eine neue bei der Rückkehr abzuschließen.

    1. Anwartschaft: Gerade bei der Krankenversicherung, sofern die Möglichkeit besteht, zahlt es sich aus diese auf Anwartschaft zu setzten. Dies bedeutet, dass man zwar keinen Leistungsanspruch für diese Zeit hat aber nur einen Bruchteil der eigentlichen Rate zahlt. Die Konditionen bleiben aber die gleichen, als wenn die Versicherung weiterlaufen würde. Je nach Versicherung kann eine Anwartschaft aber auch begrenzt sein. Meistens ist dies für ein Jahr möglich – am besten mit seinem Versicherungsvertreter Rücksprache halten, ob man dies nicht eventuell nochmals beantragen kann.

Das Entgegenkommen bei bestehenden Versicherungen ist auch stark davon abhängig, bei welcher Versicherung man sie abgeschlossen hat oder wie gut der eigene Versicherungsmakler ist.


Fazit
Reparatur am Straßenrand F800 GS

Es zahlt sich auf alle Fälle aus, rechtzeitig vor Reisebeginn, seine Versicherungen durchzugehen und auch gleich mit seiner Versicherung über seine Pläne zu sprechen.

Wir haben zum Glück einen super Versicherungsmakler und haben mit ihm gemeinsam fast jede unserer Versicherungen adaptiert. Manche haben wir gekündigt, bei manchen die Leistung entsprechend adaptiert und manche auf Anwartschaft gesetzt.

Falls sich jetzt noch jemand die Frage stellt, ob wir alle Versicherungen, die wir immer noch haben, wirklich brauchen, ist die Antwort relativ einfach: Nein, natürlich nicht.

Wirklich „brauchen“ tut man für eine Weltreise als Österreicher nur eine Reisekrankenversicherung (wird bei der Einreise in viele Länder gefordert) und die KFZ-Versicherung (um sein Kennzeichen zu behalten). Die Haftpflicht sollte man haben, da sie eigentlich die wichtigste Versicherung ist und nur ein paar Euros kostet.

Alles andere ist Luxus! Wobei für alle Versicherungen natürlich gilt: wir hoffen, dass wir keine jemals wirklich in Anspruch nehmen müssen!

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