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#10 Regenpause - zu Fuß durch Quebec-Stadt

Aktualisiert: 29. Dez. 2022

Anders als ursprünglich bei unserer Weltreise geplant, hatten wir für ein paar Tage ein Airbnb-Zimmer in Quebec-City gemietet. Zum Zelten war es einfach immer noch viel zu kalt, da es in der Nacht teilweise noch Minusgrade hatte und auch die einzelnen Campingplätze hatten im April noch immer geschlossen. Entlang unserer Route am Vortag kamen wir zwar an einigen Plätzen vorbei, die im Internet als „geöffnet“ bezeichnet wurden, aber auch hier waren die „Geschlossen!“-Schilder überall am Tor. Auch das Wetter wollte nicht ganz so wie wir und bescherte uns ein paar Regentage.

Foto: Die Altstadt von Quebec vom Hafen aus


Die Regenpause in Quebec City war jedoch nicht weiter schlimm, denn der Regen erwischte uns nur ein einziges Mal wirklich und wir hatten immerhin einiges noch aufzuarbeiten und unser Gepäck auf Vollständigkeit durchzusehen bzw. zu ergänzen.

Etwas, das wir zB. spontan entschlossen zu kaufen bzw. gezwungen wurden zu kaufen, waren Wäschesäcke. Ihr wisst schon: jene netten Säcke, die verhindern, dass die Socken verschwinden! Tja, das ist uns leider passiert. Bereits nach der ersten Wäsche hatte Kerstin eine Socke weniger da als vorher. Alles Suchen half nichts – sie war einfach nicht und nicht auffindbar! Spoiler-Alarm: Einige Wochen später fand Andreas diese schmerzlich vermisste Socke in seinem wunderbar glatt zusammengelegten T-Shirt! Hätten wir dies geahnt, hätten wir sicherlich eine Ausgabe weniger gehabt. Aber so hatten wir zumindest einmal das Vergnügen das berühmte Geschäft „Walmart“ aufzusuchen!

Foto: Nur mit einer Socke allein kommt man nicht bequem weit genug!


In den Regenpausen (die glücklicherweise oft am Tag stattfanden) und nach getaner Arbeit hatten wir genug Zeit, um auch Quebec-City zu entdecken. Unser Gastgeber Sylvain hatte uns bereits mit Informationen über Quebec und die Gegend versorgt und sehr viele gute Tipps für uns. Unsere sehr gut gelegene Unterkunft im Stadtteil „Limoilou“ ermöglichte es uns überall in der Innenstadt gut hinzukommen. Wie immer folgten wir bei unseren Stadtrundgängen einfach mehr unseren Füßen als den typischen Reiseführern.


Auch hier in Quebec bestaunten wir die einzelnen Häuser mit den außenliegenden Treppen. Von unserem Gastgeber wurden wir auch auf die „Verzierungen“ bei einigen älteren Häusern aufmerksam gemacht, welche früher teilweise dazu dienten, die Schneeschuhe und Felle draußen aufzuhängen und zu trocknen.

Gleich im ersten Park (Parc du Vieux) begrüßten uns die für Kanada „typischen“ Einwohner: Eichhörnchen! Anders als in Montreal gab es hier neben den grauen Eichhörnchen auch schwarze Eichhörnchen! Puschel & Co lassen grüßen!



Ein paar Schritte weiter fanden wir wieder etwas Bekanntes und Neues: Kunst! Dieses Mal in einer etwas anderen Form, das wir euch einfach nicht vorenthalten können.

Schlosser und Bastler zuhause aufgepasst! Wem ist langweilig im Winter?!

Mitten im Park steht diese total nette Bank aus: Muttern! Wer auch immer dieses Kunstwerk geschaffen hatte, hatte sicherlich ein „paar“ Stunden Spaß dabei!





Unsere Füße trugen uns zum alten Bahnhof, der wirklich sehenswert ist. Wir fühlten uns in der Halle etwas nach „Hogwarts“ bzw. in eine andere Zeit versetzt und doch wieder total in der Moderne.


Fotos: 1.) Wappen von Quebec mit den 4 Pflanzen für die 4 Gründungsländer und dem Slogan "Je me souvien" (dt. "ich erinnere mich") 2.) Bahnhof Quebec Vorderansicht 3.) Bahnhofshalle innen: ein Mix aus verschiedenen Zeiten


Kurz danach wurden wir wieder an die noch immer währende Kälte erinnert: im Hafen „Vieux-Port – Bassin Louise“ war das Wasser teilweise noch immer komplett zugefroren!


Foto: Der Hafen von Quebec war Ende April 2022 noch komplett zugefroren!


Nicht nur die Kälte – auch der vergangene Lockdown bzw. die wenig existierenden Touristen waren in Quebec zu bemerken. Es waren daher sehr viele Sehenswürdigkeiten leider noch geschlossen, die normalerweise auch im April schon geöffnet hatten. Die Altstadt („Old Quebec“) wartete auch zu dieser Zeit schon auf unseren Besuch!


Die Altstadt ist zweigeteilt in „Upper-Town“ („Haute-Ville“/ dt. „höhere Stadt“) und „Lower-Town“ („Basse-Ville“/ dt. „niedrigere Stadt). Dies macht auch durchaus Sinn, da die gesamte Altstadt sich vom Hafen (unten) bis hin auf die Bergspitze (oben) hin erstreckt. Ganz oben befindet sich Château Frontenac, ein ehemaliges Schloss, das heute teilweise als Hotel dient. Wir sind ja einiges an Burgen und Schlössern aus Europa gewohnt, aber die Dimensionen, die hier gebaut worden sind, sind wirklich enorm! – Aber seht doch selbst!


Fotos: 1.) Chateau Fronteac mit der Terrasse Dufferin davor 2.) die alten Kanonen der Festungsanlage gerichtet auf den Sankt-Lorenz-Strom vor Chateau Frontenac


Direkt vor Château Frontenac befindet sich die „Terrasse Dufferin“. Dies ist eine Aussichtsterrasse, von der aus man einen Überblick über den Hafen und den St.-Lorenz-Strom hat. Als wir dort waren, war noch eine der Winterattraktionen zu sehen (leider bereits geschlossen): eine Eis-Schlittenbahn mit rund 250m! Also quasi eine Bob-Bahn mit Schlitten!


Fotos: 1.) Terrasse Dufferin mit den berühmten Pavillons 2.) Ausblick vom Pavillon auf Chateau Frontenac 3.) Ausblick von der Terrasse auf das gegenüberliegende Ufer des Sankt-Lorenz-Stromes (weiterer Stadtteil von Quebec)


Fotos: 1.) Eis-Schlittenbahn auf der Terrasse Dufferin 2.) mit diesen Holzschlitten braust man hinunter 3.) die Schlittenbahn führt bis zum Chateau Frontenac


Von der Terrasse aus ging es weiter über die „Promenade des Gouverneurs“ hinauf auf den Berg, wo sich dann eine riesige Zitadelle sowie die Häuser der Oberstadt („Haute-Ville“) befinden.


Fotos: 1.-4.) Zitadelle von Quebec 5.) Blick von der "Promenade des Gouverneurs" hinab auf die Unterstadt (Basse-Ville) und den Hafen 6.) Einfahrtstor zur Zitadelle


Runter vom Berg ging es dann vorbei am Parlament („hôtel de ville“) mit den vielen wirklich interessanten Statuen rundherum von Personen, die für die Stadt bzw. die Provinz wichtig waren. Das interessante an diesen Statuen ist, dass diese Statuen so aussehen, als ob man sie mitten in einer Bewegung eingefroren hätte! Wir hatten jede Menge Spaß, die Statuen zuerst ohne Kamera zu besichtigen. Andreas in seinem „Wanderoutfit“ (Fjallräven-Hose mit „Militär“-Jacke“ und dem Outdoor-Rucksack) war den Securities aber eher nicht geheuer und wir wurden sehr kritisch beäugt – bis wir endlich unsere Kamera auspackten und als Touristen erkannt wurden!


Fotos: Parlament von Quebec


Am Weg weiter runter kamen wir auch bei ein paar netten Sitzgelegenheiten vorbei. Wenn schon die Straße oft nicht gerade, sondern steil bergab ging, so waren dies dann zumindest die Bänke bei den Bushaltestellen! Bei anderen netten Rastplätzen wurden wir auch auf die berühmten Ahorn-Bäume aufmerksam – immerhin fanden wir die „Mini-Bäume“ (Keimlinge) fast in jeder Rille!


Fotos: 1.) Wenn die Straße schon nicht gerade ist, dann zumindest die Bank! 2.) Keimlinge von Ahornbäumen am Straßenrand!


Wer sich durch die einzelnen Köstlichkeiten durchkosten will oder etwas vom Nachtleben haben möchte, der sollte die Straße „Rue Saint-Louis“ besuchen. Auch an verschiedenen Souvenirläden kommt man dort vorbei. Etwas verwundert waren wir jedoch über die dort zu kaufenden Schachbretter. Während „political correctness“ eigentlich recht groß geschrieben wird in Quebec (auch wenn französisch von einigen in dieser Stadt eher bevorzugt wird), kann man dort Schachbretter mit eher ungewöhnlichen Figuren kaufen: französische gegen englische Soldaten oder auch weiße Soldaten gegen Ureinwohner!


Von der Oberstadt („Haute-Ville“) runter in die Unterstadt („Basse-Ville“) gab es neben den normalen Straßen auch noch einige richtig steile Treppen. Man sollte sich jedoch nicht den Rost und die Statik ansehen – wir kamen heil runter, die Sitzplätze in der Mitte der Treppen ließen wir jedoch lieber aus!




In der Unterstadt bewunderten wir u.a. die Kirche „Notre Dame des Victoires“ mit der Statue von Ludwig XIV. davor. Hier nutzten wir auch die Gelegenheit, uns etwas aufzuwärmen und probierten den dort verkauften „Canadiano“: einen Espresso mit einem Schuss Ahornsirup! Ihr solltet dies mal probieren! (Zur Info: dieser Kaffee heißt nur dort so, falls ihr woanders danach suchen solltet!)



Fotos: 1.) Andreas mit Statute von Ludwig XIV. 2.) Notre Dame des Victoires 3.-6.) Ein paar Impressionen von Basse-Ville (hier gibt es teilweise silberfarbene Dächer) 7.-8.) Kunst darf auch in Quebec nicht fehlen! 9.) Andreas mit "Sturmfrisur" und "Canadiano"


Auch wenn es nur ein paar Tage hier waren, gibt es so viele Plätze zu entdecken! Auch an daran, dass hier Französisch vorherrschend ist, gewöhnt man sich sehr schnell!

Die Stadt Quebec zu besichtigen, hat sich auf jeden Fall ausgezahlt! Wir können euch nur raten, einfach „ibahabs“ mal die Stadt selbst anzusehen!


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